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Employer-Branding-Video: wann es sich lohnt – und wann nicht

Ein Employer-Branding-Video lohnt sich, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Das Arbeitgeberversprechen ist geklärt, es gibt genügend offene Stellen oder Dauerbedarf, um die Investition zu rechtfertigen, und das Video zeigt echte Mitarbeitende statt inszenierter Hochglanzbilder. Fehlt eine Bedingung, leisten einfachere Formate mehr pro Franken.

Was ein gutes Employer-Video leistet

Video transportiert, was Text nicht kann: Atmosphäre, Menschen, Tonfall. Bewerbende sehen in neunzig Sekunden, ob sie sich den Arbeitsplatz vorstellen können – das filtert in beide Richtungen und spart Fehlbewerbungen. Voraussetzung ist Ehrlichkeit: Das Video muss den Alltag zeigen, den neue Mitarbeitende am ersten Tag antreffen. Die Grundlage dafür ist ein geklärtes Arbeitgeberversprechen, wie es der Beitrag Employer-Branding-Massnahmen beschreibt.

Woran Employer-Videos scheitern

An drei Mustern: Hochglanz ohne Substanz (gestellte Szenen, die jede Bewerberin durchschaut), das Einmal-Video (produziert, publiziert, vergessen – ohne Distribution über Karriereseite, Stelleninserate und LinkedIn verpufft die Investition) und der falsche Zeitpunkt (ein Video kann kein unklares Versprechen retten – es macht Unklarheit nur teurer sichtbar).

Die Alternativen-Treppe für KMU

Vor dem grossen Video lohnen sich Zwischenstufen: Mitarbeiten­den-Statements mit dem Smartphone in guter Tonqualität – authentisch, schnell, pro Beruf aktualisierbar. Foto-Serien aus dem echten Arbeitsalltag für Karriereseite und Inserate. Kurzclips einzelner Teams für LinkedIn. Diese Formate testen, welche Botschaften wirken – das spätere Hauptvideo baut dann auf belegten statt vermuteten Stärken auf.

Wenn Video, dann richtig

Für den Produktionsentscheid gilt: ein klares Briefing mit einer Kernbotschaft (siehe Kreativ-Briefing), echte Mitarbeitende mit echten Aussagen, Länge unter zwei Minuten, Untertitel (viele schauen ohne Ton) und ein Distributionsplan vor der Produktion: Karriereseite, jedes Stelleninserat, LinkedIn-Profile der Mitarbeitenden, Bewerbungsbestätigungen. Wie Video ins grössere System der Arbeitgebermarke passt, zeigt die Leistungsseite Employer Branding; ein Praxisbeispiel für Employer-Kommunikation ist der Case ABB Schweiz.

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AH

Andreas Hächler, CEO identiv AG — begleitet seit 2005 Start-ups, KMU sowie Institutionen und Marken bei deren Positionierung, Branding und Kommunikation.

Häufige Fragen

Was kostet ein Employer-Branding-Video?

Je nach Aufwand von wenigen tausend Franken (Statement-Format) bis deutlich fünfstellig (Produktion mit Konzept und Dreh); identiv offeriert nach Briefing im kostenlosen Erstgespräch.

Wie lang soll ein Employer-Video sein?

Unter zwei Minuten; für Social-Formate deutlich kürzer.